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Schwerpunktpraxis für
Pränataldiagnostik
und Humangenetik
Mannheim

P 7, 4 (KurfürstenPassage)
68161 Mannheim

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Fax: 0621.21151
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Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft

Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft
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Sehr geehrte werdende Eltern,

Sie sind zur Durchführung einer Ultraschalluntersuchung Ihres ungeborenen Kindes zu uns gekommen. Mit der Ultraschalluntersuchung sind wir heute in der Lage, eine Vielzahl von kindlichen Erkrankungen zu erkennen bzw. auszuschließen. Vor der Durchführung der Ultraschalluntersuchung bitten wir Sie, folgende Punkte zur Kenntnis zu nehmen:
Die Ultraschalluntersuchung ist ein bildgebendes Verfahren, das nach heutigem Wissensstand keine negativen Auswirkungen auf das Kind hervorruft. Dies gilt auch für wiederholte Untersuchungen.

Auch bei guter Gerätequalität, größter Sorgfalt und Erfahrung des Untersuchers kann nicht erreicht werden, dass zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft alle Fehlbildungen, Schäden und Veränderungen beim Ungeborenen erkannt werden können.

Größere Abweichungen beim Feten sind in aller Regel leicht erkennbar. Es ist jedoch möglich, dass kleinere Defekte und Strukturen, die sich im kritischen Bereich des technischen Auflösungsvermögens der verwendeten Geräte befinden, nicht erkannt werden, wie eine Gaumenspalte, kleinere Defekte im Bereich der Wirbelsäule, des Zwerchfells, oder Finger- und Zehenfehlbildungen oder z. B. ein Loch in der fetalen Herzscheidewand, dessen Erkennbarkeit von verschiedenen Faktoren, besonders auch von der Güte der Ultraschallbedingungen, abhängt. In großen Studien werden für die frühe Ultraschalluntersuchung, 11.-14. Schwangerschaftswoche (SSW) Erkennungsraten fetaler Anomalien von 40%, im zweiten Trimester, 20.-24. SSW von 35% und im dritten Trimester, 28.-32. SSW von 15% angegeben, das entspricht einer Gesamt-Erkennungsrate von 90%. Erst nachgeburtlich werden die restlichen 10% der Fehlbildungen gefunden.

Aus einem unauffälligen Ultra­schallbe­fund kann nicht ab­ge­lei­tet werden, dass das Ungeborenen nicht an einer anderen, durch diese Unter­­su­chun­g nicht erkennbaren gene­tischen oder nicht ge­ne­ti­schen Krankheit leidet.

Es muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass Chromosomenstörungen (z.B. Trisomie 21 = Down-Syndrom) oder Stoffwechselerkrankungen durch die Ultraschalluntersuchung nicht erkannt werden können. Hierfür sind Eingriffe wie Fruchtwasserpunktionen, Plazentapunktionen oder Blutuntersuchungen durch Nabelschnurpunktion notwendig.

Die Beurteilbarkeit des ungeborenen Kindes kann durch ungünstige Untersuchungsbedingungen (z. T. erheblich) erschwert sein, z.B.:

  • verminderte Fruchtwassermenge
  • ungünstige Kindslage
  • kräftige mütterliche Bauchdecke
  • Narben

Bei der Ultraschalluntersuchung wird zum einen nach den fetalen Organen geschaut. Zum anderen dient sie auch der Suche nach kleinen, so genannten Hinweiszeichen (auch genannt: "Ultraschallmarker" oder "Softmarker", z.B. "golf-ball-Phänomen" = weißlicher Punkt in der Herzkammer, z.B. "Plexuschoroideus- Cyste" = Blutgefäßknäuel- Cystchen in einer Hirnkammer, z.B. "milde Hydronephrose" = geringe Erweiterung der fetalen Nierenbecken...). Falls ein solches Hinweiszeichen festgestellt wird, hat es selbst keinen Krankheitswert für den Feten, jedoch eine statistische Bedeutung, indem es das Ausgangsrisiko für eine Chromosomenstörung verändert. Dies kann unerwarteter Weise dazu führen, dass Sie sich mit eventuellen zusätzlichen, auch invasiven Untersuchungsmethoden, werden auseinandersetzen müssen.

Praxisteam Drs. Paul Chwat Gast