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Schwerpunktpraxis für
Pränataldiagnostik
und Humangenetik
Mannheim

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68161 Mannheim

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Präeklaampsie-Screening - PE-Screening

Die Präeklampsie (PE), auch EPH-Gestose, hypertensive Schwangerschaftserkrankung, schwangerschaftsinduzierter Hochdruck, (früher auch Schwangerschaftsvergiftung genannt), ist eine wichtige, die mütterliche und fetale Gesundheit gefährdende Schwangerschafts-Komplikation.

(s. auch: Arbeitsgemeinschaft Gestose-Frauen http://www.gestose-frauen.de).

Sie kommt bei 5-8% aller Schwangerschaften vor und geht mit mütterlichem Bluthochdruck und Eiweißverlust im Urin einher. Deutlich höher gefährdet ist ein Risiko-Kollektiv (Übergewicht, Kleinwuchs, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Präeklampsie in vorangegangener Schwangerschaft oder in der Familie, ovulationsauslösende Medikamente, Mehrlingsschwangerschaft, Lupus erythematodes-Erkrankung).

Der Präeklampsie-Screening-Test umfasst die Messung des mütterlichen Blutdrucks, eine Doppler-Flow-Messung des Blutflusses der mütterlichen Gebärmutterarterien und die Messung der Konzentration des Eiweißstoffes PlGF (Placental Growth Factor)  im mütterlichen Blut. Er kann auf Wunsch im Rahmen des Erstsemester-Screenings (ETS) der 11.-14. SSW durchgeführt werden. Die erhobenen Daten erlauben mittels einer statistischen Multivarianzanalyse eine Risikoberechnung und damit die Möglichkeit der Früherkennung. Dieses kombinierte Verfahren führt zu deutlich höheren Erkennungsraten, als die Betrachtung alleine mütterlicher Charakteristika, nämlich von 33 auf 91% bei früher PE mit Entbindung vor der 34. SSW, von 28 auf 69% bei intermediärer PE mit Entbindung bis zu 37. SSW und von 25 auf 61% bei später PE mit Entbindung nach der 37. SSW (falsch-Positiven-Rate FPR 5%).

Bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:20 (5%) für eine frühe PE ist der Risiko-Grenzwert erreicht (cut-off). Durch eine früh einsetzende Therapie (Beginn bis zur 14. SSW) mit ASS (Acetylsalicylsäure 150 mg/Tag 'off-Label-use', d.h. das Medikament ist gegenwärtig noch nicht offiziell für diese Indikation zugelassen) lässt sich sich in dieser Risiko-Gruppe, nach neueren Studien, der Ausbruch der PE-Erkrankung vor der 37. SSW um 62 %, eine frühe Form (vor der 34. SSW) sogar um 82 % senken. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft existiert dann des Weiteren die Möglichkeit wiederholter sFlt1/PlGF-Quotient-Bestimmungen, die ein zeitlich nahe bevorstehenden Ausbruch einer Präeklampsie gut einzuschätzen helfen.

(s. auch: Aspirin versus Placebo in Pregnancies at High Risk for Preterm Preeclampsia: Daniel L. Rolnik, M. D., e.a. N Engl J Med August 17, 2017; 377:613-622 DOI: 10.1056/NEJMoa1704559)

).

SSW = Schwangerschaftswoche




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